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Stiftung Kinderzukunft - Angaben zum Spendenkonto

In Rumänien, der Ukraine sowie Bosnien und Herzegowina war die Freude in diesem Jahr besonders groß. Pandemiebedingt hatte niemand damit gerechnet, dass unsere Aktion stattfinden könnte. Und am Schluss waren es 48 000, sogar 10 000 Päckchen mehr als im Vorjahr, die die Schwächsten der Gesellschaft – die Kinder in Pflegeeinrichtungen, Krankenhäusern, sozial schwachen Familien, Waisenhäusern und in Elendsvierteln – strahlen ließen. 

Unerwartet und eine ganz besondere Überraschung seien die Weihnachtspäckchen der Stiftung Kinderzukunft in diesem Jahr gewesen, meldeten die Ansprechpartner der Weihnachtspäckchen-Aktion in den Zielländern Rumänien, Bosnien und Herzegowina sowie der Ukraine. Die Situation schien für alle Beteiligten in Deutschland und den Zielländern unübersichtlich, die bürokratischen Hürden und Fallstricke nicht planbar. Trotzdem haben wir uns Anfang 2020 für die Durchführung entschieden. Die Kinder sollen ihre Päckchen erhalten. „Und wenn der schlimmste Fall eintritt, dann bekommen die Kinder die Päckchen zu Ostern“, hat Benita Sensen, Projektleiterin der Weihnachtspäckchen-Aktion, auf besorgte Nachfragen von Päckchen-Packern geantwortet.

Zu Beginn der Pandemie im März 2020 sah es noch so aus, als sei Weihnachten noch sehr weit weg und kein Grund, die Aktion im vorauseilenden Gehorsam abzusagen. Und so wurde alles wie gewohnt vorbereitet. Als die Situation im Sommer wohl entspannter, aber ebenso unklar war, wurden Konzepte geschrieben, wie die ehrenamtlichen Helfer im Lager – die zum großen Teil der Risikogruppe angehörten – im Fall der Fälle geschützt werden könnten. Auch die rund 180 Abholungen in Deutschland und die Verteilung in den Ländern mit ehrenamtlichen Helfern wurde kritisch diskutiert, damit sie möglichst risikofrei für die Helfer und die Mitarbeiter der Institutionen ablaufen könnten. Dann, unmittelbar nachdem die Einladungen verschickt waren, spitzte sich die Lage zu, und es trat der Fall der Fälle ein: Unternehmen in Deutschland schickten ihre Mitarbeiter zurück ins Homeoffice und Geschäfte, Schulen und Einrichtungen wurden geschlossen. „Dann werden es halt nicht so viele Päckchen dieses Jahr, wir machen weiter“, entschieden wir. Aber es wurden sogar 10 000 Päckchen mehr, alle Beteiligten blieben dabei und fanden Lösungen, jeder für seine individuelle Situation. Für ein paar Helfer im Lager waren die Zahlen einfach zu hoch, aber ein weiterer Aufruf löste uns auch dieses Problem und bescherte der Aktion viele neue und auch jüngere Helfer. Ein neues Fahrerpaar nahm sogar eine zweistündige Anfahrt in Kauf, bevor es seine Abholtour antreten konnte. „Und für diesen Zweck würden wir es wieder tun“, erklärte es auf Nachfrage.

In Summe beteiligten sich in Deutschland 191 Sammelstellen bundesweit, außerdem 192 Schulen, Kitas und Behörden sowie 193 Unternehmen. In Gründau und Umgebung waren fast 100 Helfer im Lager, als Fahrer oder zum Telefonieren im Einsatz. Dadurch konnten 10 Lkws mit rund 48 000 Geschenken ihren Weg in die Länder antreten und Kinderaugen zum Leuchten bringen.

Wir bedanken uns im Namen der Kinder von ganzem Herzen für das unermüdliche Engagement, für die Disziplin und das große Herz unserer Helfer und Unterstützer in diesem Jahr. Einem Jahr, das vielen von uns so viel abverlangt hat.

Auch in den Zielländern mussten Lösungen gefunden werden, denn wie in Deutschland waren Schulen, Kitas und Einrichtungen zum Teil geschlossen. Gesetzliche Richtlinien verboten Zusammenkünfte und Weihnachtsfeiern, außerdem war allen Beteiligten klar, dass die Kinder, die die Päckchen der Stiftung erhalten, in den meisten Fällen durch Erkrankungen oder ihre Lebenssituation nicht resistent sind gegenüber möglichen Infektionen. Mit viel Fantasie wurden die Päckchen deshalb zum Teil vor den Türen der Einrichtungen an die Kinder übergeben. Manche Helfer hatten geschmückte, mobile Weihnachtsbäume dabei und wo es möglich war ein Weihnachtsmannkostüm über ihrer Schutzkleidung. 2021 01 25 PR Bild02 UKR Um die Menge an einzelnen Übergaben bewältigen zu können, halfen bei der Verteilung in diesem Jahr auch unterschiedliche kirchliche Einrichtungen und arbeiteten konfessionsübergreifend Hand in Hand, um das Projekt möglich zu machen.

Ein großartiges Ergebnis und es macht Mut, wie viele Menschen in Deutschland, trotz Isolation und mit eigenen Existenzängsten konfrontiert, einen Weg gefunden haben, Dinge einzukaufen und liebevoll zu verpacken. Sie haben damit Kindern, deren Lebenssituation geprägt ist durch Armut und/oder Krankheit, ein bisschen Weihnachtsglück geschenkt. 


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