Auszug aus Kinderzukunft - Stiftung für Kinder in Not - Druckansicht

Elf unterernährte Mädchen und Jungenhaben wir in diesen Tagen aufgenommen. Wie alle Kinder, die im Kinderdorf ein Zuhause finden, werden sie gemessen, gewogen und gründlich untersucht. Eine vollwertige und ausgewogene Ernährung soll sie bald wieder zu Kräften kommen lassen. Diese Hilfe – einem hungernden Kind ein Leben im Kinderdorf zu ermöglichen – finanziert sich durch unsere Unterstützer, die eine Patenschaft übernehmen und den Kindern damit eine Zukunft schenken.

Die Folgen von Unterernährung bezahlen Kinder bis zum Ende ihres Lebens mit einem geschwächten Immunsystem und einer gestörten körperlichen und geistigen Entwicklung, die im Extremfall auch zum Tode führen kann. Wir kümmern uns deshalb neben dem Kinderdorf auch um die Kinder in der Region. Die Vegetation ist vom Klimawandel stark betroffenen. Es gibt so gut wie keine Einkommensmöglichkeiten für die Eltern. Wir betreiben dort drei Hungerküchen, in denen Kinder aus bitterarmen Verhältnissen zumindest eine warme Mahlzeit am Tag erhalten. – Normalerweise.

 

2021 03 05 Frau bedankt sich fuer lebensmittelpaket

Seit Monaten sind die Küchen aufgrund von Corona geschlossen. Wir machen uns große Sorgen, denn wir wissen, dass die Kinder und die Bevölkerung hungern. Mithilfe eines Spendenaufrufs konnten wir im Februar eine weitere Lebensmittelverteilung durchführen. 180 Lebensmittelpakete haben wir in die umliegenden Dörfer gebracht und helfen damit 720 Guatemalteken, die nächsten Wochen zu überleben. Ein Hilfspaket beinhaltet je 2 Pfund Haferflocken, Sojapulver, Grieß und Pulvermilch außerdem 2 Pfund Nudeln und schwarze Bohnen, 3 Pfund Reis, 5 Pfund Zucker und einen Liter Pflanzenöl. Nicht selten kommen den Menschen die Tränen, so dankbar sind sie für diese einfachen Lebensmittel. Als Matia Modesta García Vásquez ihr Paket entgegennimmt, sagt sie: „Ich habe noch nie ein Lebensmittelpaket gesehen, das so groß ist. Die Menschen, die uns diese Hilfe senden, sollen belohnt werden.“

Das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP) schätzt, dass die Zahl der Menschen, die akut unter Hunger leiden, in Zentralamerika von 2,2 Millionen im Jahr 2018 auf nun 7,9 Millionen gestiegen ist. Allein in Guatemala hat sich die Zahl der Familien, die während der Pandemie nicht genug zu essen hatten, fast verdoppelt. Guatemala war in den vergangenen Jahren besonders stark vom Klimawandel betroffen, Dürren setzten den Menschen zu. In einigen Gegenden gibt die Landwirtschaft kaum noch etwas her. Die Folgen sind wirtschaftliche Aussichtslosigkeit, anhaltende Gewalt und Hunger.

 

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2021 02 15 Ich moechte spenden