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Als Familienvater mit viel Berufs- und Lebenserfahrung war er ein Leistungsträger in der Bank gewesen, in der er arbeitete. Irgendwann war ihm das einfach nicht mehr genug. Als Kinderdorfleiter fand er seine Berufung. Berufsbegleitend holte er seinen Universitätsabschluss nach, der ihn für die Arbeit im Kinderdorf qualifizierte. Monzón nutzte seine Chance für sich und damit auch für die vielen Mädchen und Jungen, die er in den letzten 25 Jahren begleiten durfte. Bei den Heranwachsenden legt Monzón Wert auf eine Berufsberatung, die die Wünsche und Neigungen der Kinder auslotet, und an deren Ende ein Plan steht, wie die Kinder ihre Berufsziele erreichen können. Monzóns Augen leuchten, wenn er davon erzählt, dass er einigen seiner Schützlinge auch einen Hochschulabschluss ermöglichen konnte. Zu Bildung gehört für ihn auch eine gute Erziehung, das Wissen um eine gesunde Ernährung und Haushaltsführung. Für dieses Wissen qualifiziert er die Kinderdorfmütter, die als Herz einer jeden Kinderdorffamilie den Großteil der Erziehung für die oft traumatisierten Kinder übernehmen, ihre Schützlinge liebevoll betreuen und sie auch beim Kochen und in der Erledigung der Hausarbeit involvieren.

Monzón setzt sich mit all seiner Kraft für die Kinder in seinem Land, die Kinderdorfkinder und die Not leidende Bevölkerung rund um das Kinderdorf ein. Mit seiner Lösungsorientierung und Überzeugungskraft entwickelt er die Leistungsfähigkeit des Kinderdorfs stetig weiter und agiert mit den guatemaltekischen Behörden auf Augenhöhe. Auf vorbildliche Art und Weise zeigt er den Mädchen und Jungen, die ohne die Hilfe der Stiftung keine Chance auf ein selbstbestimmtes Leben hätten, jeden Tag, dass wo ein Wille, auch ein Weg ist.

Auf die Frage, ob ihm ein Kinderdorfkind besonders im Gedächtnis geblieben sei, erzählt er spontan von Pedro, der als Waisenkind ins Kinderdorf kam. Als kleiner schmächtiger Junge hatte er damals vor ihm gesessen und ihm von seinem Traum erzählt, einmal bei einem der prächtigen Umzüge mitzulaufen, bei dem die Schulkinder mit ihren schicken Schuluniformen an ihm vorbeimarschiert waren. Ohne Eltern war er als kleiner Junge gezwungen gewesen, mit einem alten Karren durch Quetzaltenango zu ziehen und Eis zu verkaufen. Mit dem Einzug ins Kinderdorf erfüllte sich Pedros Traum. Er schloss die Schule und eine Ausbildung ab. Zum Dank und um anderen Kindern die Chance, die man ihm gegeben hatte, zu ermöglichen, schickt er heute regelmäßig Spenden an das Kinderdorf.

Auf die Frage, was ihm aktuell an seinem Beruf besonders gefällt, antwortet Monzón, dass er dankbar ist, eine so große Anzahl hilfswilliger Menschen kennenlernen zu dürfen. Nicht wenige besitzen Geld und Anerkennung und zeigen gleichzeitig beim Besuch im Kinderdorf Demut. Monzón zollt der Bereitschaft der Spender der Stiftung – den armen Kindern zu helfen und ihnen eine Zukunftsperspektive zu geben – großen Respekt.

Vorstand und Beirat gratulieren Werner Otoniel Monzón ganz herzlich zum 25-jährigen Dienstjubiläum und bedanken sich in größter Anerkennung für sein überdurchschnittliches, langjähriges Engagement.

 


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