Antje Walters Revisionsreise nach Guatemala
Antje Walter engagiert sich seit vielen Jahren ehrenamtlich für die Stiftung Kinderzukunft und unterstützt unser Büro einmal wöchentlich mit großem Einsatz. Seit dem vergangenen Jahr bringt sie ihr Fachwissen zusätzlich in die interne Revision der Stiftung ein. Im November 2025 reiste sie in diesem Zusammenhang in unser Kinderdorf „Aldea Infantil“ in Guatemala. Für Antje hatte diese Reise jedoch auch eine ganz persönliche Bedeutung: Sie ist Patin der drei Schwestern Ingrid (12), Meydie (9) und Eymi (6), die gemeinsam mit ihrer Hausmutter Alba und weiteren Mädchen in einem Kinderdorfhaus leben.
Für die Kinder ist ein Patenbesuch etwas ganz Besonderes, denn aufgrund der großen Entfernung geschieht das nur selten. Schon die Ankunft, mit einem selbstgemachten Willkommensplakat, vielen Luftballons und Umarmungen, war für Antje ein überwältigender Moment.
Zum ersten Mal konnte sie die Kinder über mehrere Tage in ihrem Alltag begleiten. Gemeinsame Mahlzeiten, Spiele und Gespräche prägten die Zeit und gaben ihr die Möglichkeit, die Kinder wirklich kennenzulernen. Besonders berührend waren die kleinen Rituale:
„Jeden Morgen wurde ich mit Umarmungen begrüßt und jeden Abend haben mich alle neun Kinder zu meinem Zimmer begleitet, um sich zu verabschieden.“
Abends wurde viel gespielt, gelacht und getanzt. Antje hatte Spiele aus Deutschland mitgebracht, an denen die Mädchen mit großer Begeisterung teilnahmen. Besonders die Tanzspiele mit Musik kamen sehr gut an, denn die Mädchen zeigten dabei eindrucksvoll ihr Gefühl für den lateinamerikanischen Hüftschwung. Unvergessen blieb auch ein gemeinsamer Einkaufsbummel, bei dem sich jedes Kind etwas aussuchen durfte. Viele der jüngeren Mädchen entschieden sich für ein langes Kleid und präsentierten ihre neue Errungenschaft bereits am nächsten Tag voller Stolz.
Tiefen Eindruck hinterließ bei Antje auch die Arbeit der Hausmutter Alba.
„Meine Heldin war die Hausmutter. Trotz der großen Entfernung zu ihrer eigenen Familie sorgt sie mit viel Hingabe für die Mädchen, achtet auf Struktur, gesunde Ernährung und einen liebevollen Umgang. Ich habe großen Respekt vor dieser Lebensleistung.“
Der Abschied fiel schwer. Antje erhielt kleine Geschenke mit großer Bedeutung: eine Tasse von Ingrid, eine selbstgebastelte Rose von Meydie und von Eymi ihre Papierkrone.
„Die Zeit war sehr bereichernd für mich. Die Kinder sind so herzlich – ich vermisse sie schon jetzt.“
Für Antje ist klar, warum sie die Arbeit der Stiftung Kinderzukunft unterstützt:
„Viele Kinder auf dieser Erde haben keinen Zugang zu ausreichend Nahrung, Bildung oder einem sicheren Zuhause. Über die Stiftung Kinderzukunft kann ich Kindern in Guatemala eine echte Chance geben.“
Antjes Reise zeigt, was Patenschaften bewirken können: Nähe trotz Entfernung, Hoffnung trotz schwieriger Herkunft und ein Zuhause, in dem Kinder gesehen und geliebt werden.

Bettina Ebner-Steinmetz, 65 Jahre – Patin seit vielen Jahren
Gemeinsam mit ihrem Mann unterstützt Bettina drei Kinder im Kinderdorf Aldea Infantil in Guatemala – Ximena (15), Samuel (9) und Liv (7). Drei Mal war sie schon vor Ort und hat ihre Patenkinder persönlich getroffen.
„Besonders schön sind die persönlichen Begegnungen. Wenn man sieht, mit wie viel Herzblut sich das Team um die Kinder kümmert, weiß man: Diese Arbeit verändert Leben.“
Die Besuche in Guatemala haben Bettina tief berührt – besonders der Kontrast zwischen dem Kinderdorf und den ärmlichen Hütten in den Außenbezirken, aus denen viele der aufgenommenen Kinder stammen.
„Wenn man sieht, wie groß die Unterschiede sind, versteht man erst, was die Kinderzukunft hier leistet. Die Kinder im Kinderdorf haben eine echte Chance – auf Bildung, Geborgenheit und ein besseres Leben.“
Für Bettina ist ihre Patenschaft weit mehr als eine Spende. Sie sieht, wie Kinder durch Bildung, ein sicheres Zuhause und liebevolle Betreuung eine echte Zukunft bekommen. Die Nähe zu ihren Patenkindern – durch Briefe, Fotos und Besuche – bedeutet ihr sehr viel.
„Die Kinderzukunft ist klein, persönlich und ehrlich. Man merkt, dass die Mitarbeitenden ihre Arbeit mit ganzem Herzen machen. Es war absolut richtig, mich für diese Stiftung zu entscheiden.“
Für sie ist klar: Eine Patenschaft verändert nicht nur das Leben der Kinder, sondern auch das eigene – weil sie Hoffnung und Menschlichkeit spürbar macht.

Werner Skalla über seine Patenschaft in Bosnien und Herzegowina
Werner Skalla ist seit sechs Jahren Pate des 16-jährigen Faris aus Bosnien. Auf die Kinderzukunft wurde er durch seine Schwester aufmerksam, die selbst ein Patenkind unterstützt hat. Die Offenheit, Transparenz und ehrliche Arbeit der Stiftung haben ihn überzeugt. Was als finanzielle Unterstützung begann, ist für Werner heute zu einer Herzensangelegenheit geworden.
„Man unterstützt Kinder, die sonst eigentlich keine Chance im Leben haben. Das erscheint mir besonders sinnvoll.“
Mittlerweile war Werner bereits zweimal im Kinderdorf Selo Mira in Bosnien und Herzegowina und hat sein Patenkind Faris persönlich getroffen. Die anfängliche Nervosität legte sich schnell und es entstand eine persönliche Verbindung – trotz Sprachbarriere. Besonders beeindruckt haben ihn die engagierten Mitarbeitenden im Kinderdorf vor Ort:
„Diese Menschen leisten Beeindruckendes – sie kümmern sich mit Herz und Geduld um Kinder, die oft schwere Erfahrungen hinter sich haben. Man merkt, dass dort eine wirklich gute und herzliche Beziehung zwischen den Kindern und den Betreuenden besteht.“
Beim zweiten Besuch war Werner sichtlich berührt zu sehen, wie sehr sich Faris weiterentwickelt hat – vor allem, dass er aus eigenem Antrieb sein Englisch deutlich verbessert hat. „Da habe ich gemerkt, dass unser Kontakt ihm wirklich wichtig ist.“
Für Werner ist die Patenschaft weit mehr als finanzielle Unterstützung.
„Es ist schön, dass ich ein Kind unterstützen kann – aber ich bin auch dankbar für die Erfahrungen, die ich durch ihn machen durfte.“
Er hat gemerkt, dass Faris die Patenschaft ebenso als Bereicherung empfindet – als Zeichen, dass jemand an ihn glaubt:
„Ich hoffe, dass es für ihn – unabhängig vom Finanziellen – einfach unterstützend ist zu wissen: Da gibt’s jemanden, der an mich denkt.“
Werner Skalla empfiehlt allen Menschen eine Patenschaft, die bereit sind, langfristig Verantwortung zu übernehmen – und offen sind für Erfahrungen, die das eigene Leben bereichern.
Cristina Großmann über ihre Patenschaft in Rumänien
Cristina Großmann wurde in Rumänien geboren und kam 1991 mit 15 Jahren gemeinsam mit ihren Eltern und Geschwistern nach Deutschland – jeder mit nur einem Koffer. Heute lebt sie mit ihrem Mann in Fulda, hat zwei erwachsenen Töchter und arbeitet als Erzieherin. Seit 2001 ist sie Patin bei der Kinderzukunft – und Rumänien, das Land ihrer Kindheit, ist für sie ein Herzensort geblieben.
Cristina weiß aus eigener Erfahrung, wie es ist, in Armut aufzuwachsen und ohne Geborgenheit groß zu werden. Umso stärker war ihr Wunsch, etwas zurückzugeben:
„Wenn ich von den schweren Lebensgeschichten vieler Kinder höre, zerreißt es mir das Herz. Als es mir in Deutschland gutging, wollte ich etwas für diese Kinder tun.“
Mittlerweile unterstützt Cristina zwei Patenkinder im Kinderdorf „Satul de Copii“ in Timișoara – die Schwestern Andreea und Raluca. Mit beiden verbindet sie eine herzliche, fast familiäre Beziehung. Ihre eigenen Töchter sind bei den Besuchen immer dabei und inzwischen eng mit den Mädchen befreundet.
„Das sind die Patenkinder unserer Familie. Wenn wir dort sind, habe ich das Gefühl, dass wir wirklich dazugehören – zur ganzen Kinderdorfgemeinschaft. Ich kann mit allen sprechen, mit den Kindern, den Erzieherinnen, den Hausmüttern – jeder empfängt uns mit offenen Armen. Ich fühle mich dort wie zu Hause. Das ist mein Herzenszuhause.“
Cristina und ihre Familie besuchen das Kinderdorf regelmäßig – zuletzt im Sommer 2025. Diese Besuche sind für sie Momente voller Nähe, Dankbarkeit und Freude. Sie erzählt vom gemeinsamen Spielen, Eis essen und davon, im Alltag der Kinder dabei zu sein.
„Das Schönste ist, mittendrin zu sein – die Gemeinschaft zu erleben und Zeit mit den Kindern und Erzieherinnen zu verbringen. Es öffnet einem das Herz zu sehen, wie sie lachen und für eine Weile ihre Sorgen vergessen können.“
Besonders beeindruckt ist sie von der liebevollen Betreuung im Kinderdorf und davon, wie viel den Kindern ermöglicht wird. Hier geht es nicht nur um Versorgung, sondern um echte Zukunftschancen: Schulbildung, Ausbildung, Freizeitaktivitäten und vor allem Geborgenheit.
Wenn Cristina an ihre Besuche denkt, bleiben ihr die lachenden Gesichter, die Umarmungen und die kleinen Momente des Glücks in Erinnerung. Sie weiß, dass ihre Unterstützung ankommt und dass sie damit ein Stück Lebensfreude weitergibt.













