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Kinderdorf Rumänien feiert 15-jähriges Jubiläum

Seit 15 Jahren hilft die Kinderzukunft (Rudolf-Walther-Stiftung) in ihrem Kinderdorf in Timisoara bedürftigen Kindern und Jugendlichen. Zu Beginn als Auffangstation für die Opfer der staatlichen Kinderheime, die unter Ceausescu betrieben wurden, ist die Einrichtung heute ein Paradebeispiel für soziale Einrichtungen in Rumänien.

Gründau, 18. September 2009

Als das Kinderdorf „Satul de Copii Rudolf Walther“ 1994 eingeweiht wurde, war es das erste Kinderdorf in Rumänien. Die Fernsehberichte über die schockierenden Zustände in den Heimen und das aussichtslose Leben verwahrloster Straßenkinder sorgten damals auch in Deutschland für Schlagzeilen. Seit 15 Jahren finden Waisen und Kinder aus sozial schwachen Familien, deren Eltern nicht einmal für das Nötigste aufkommen können, im Kinderdorf ein liebevolles neues Zuhause. Hier erhalten sie auch die Möglichkeit zur staatlich anerkannten Ausbildung und damit die Chance auf ein Leben mit Zukunft.

2008 lebten 149 Kinder im Kinderdorf. Von ihnen schlossen in diesem Jahr 29 erfolgreich die Schule und vier ihre Ausbildung ab. 17 von ihnen besuchen eine weiterführende Schule oder Universität.

„Diese Erfolge machen uns stolz und ermuntern uns gleichzeitig, weiter für die vielen verlassenen und vernachlässigten Kinder in Rumänien zu kämpfen. Mit unserem nachhaltigen Konzept, das die kinderdorfeigene Schule, die Ausbildungswerkstätten und das 2004 gegründete Jugendhaus beinhaltet, erleichtern wir unseren Schützlingen den Start in ein selbstbestimmtes Leben“ beschreibt Karl Eyerkaufer, Landrat a. D. und Beiratsvorsitzender der Kinderzukunft, die Arbeit der Stiftung. Herr Eyerkaufer war nach Timisoara gereist, um mit den Kindern, den Paten, den Mitarbeitern und lokalen Vertretern aus Politik und Ge-sellschaft das Jubiläum zu feiern.

Neben den Paten aus Deutschland waren auch Jürgen und Renate Hellmuth dabei. Der „Meddeler Bäcker“ zeigte in der kinderdorfeigenen Backstube seine persönlichen Rezepte für Pflaumen- und Apfelkuchen. Dank seiner Hilfe konnten alle Backwaren für die Jubiläumsfeier frisch und lecker selbst gemacht werden.

Trotz des EU-Beitritts 2007 ist die Situation von Kindern in Rumänien nach wie vor erschreckend. Zwar steigen die Löhne (2007 lag das Durchschnittseinkommen bei ca. 300 Euro im Monat), allerdings werden auch Lebensmittel und Güter des täglichen Bedarfs immer teurer. Die Wirtschaftskrise verschärft die Probleme. Viele Eltern können das nötige Geld für die Versorgung ihrer Kinder nicht aufbringen. Unzählige versuchen deshalb im Ausland Geld zu verdienen, um ihrer Familie Geld zu schicken. Die Kleinen bleiben oft in Rumänien zurück. Wenn sie Glück haben, gibt es Großeltern, die sich um sie kümmern. Andere bleiben auf sich allein gestellt. Auch solche Kinder finden im Kinderdorf ein neues zu Hause.

Um den neuen Anforderungen gerecht zu werden, haben sich zusammen mit der Kinderzukunft zwei weitere Initiativen, darunter auch ein Projekt von Dr. Susanne Kastner, Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages und Botschafterin der Kinderzukunft, zum „Dachverband zur Unterstützung von Kindern, Alten und Personen in Not“ zusammengeschlossen.
„Unser Ziel ist es, die Interessen unserer Dachverbandsmitglieder gegenüber dem rumänischen Staat zu vertreten. […] In der Kinderzukunft (Rudolf-Walther-Stiftung) habe ich einen zuverlässigen und engagierten Mitstreiter gefunden“ erklärt Frau Dr. Kastner in ihrem Grußwort anlässlich des 15-jährigen Jubiläums.

Nach wie vor ist die Kinderzukunft auf Spenden angewiesen, um die Kinder in Rumänien, Guatemala und Bosnien-Herzegowina zu versorgen. „Gerade heute, da wir auch in unserem Land die Folgen der Krise spüren, dürfen wir die Ärmsten der Welt nicht vergessen. Den Kleinsten unter ihnen eine Chance zu geben, das ist und bleibt die wichtigste Aufgabe“ betont Cornelia Wolff, Leiterin für Marketing und Öffentlichkeit bei der Kinderzukunft.


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