Auszug aus Kinderzukunft - Stiftung für Kinder in Not - Druckansicht

 
 
 

Karl Eyerkaufer, Landrat a. D. des Main-Kinzig-Kreises, reiste zusammen mit 16 Spendern nach Guatemala, um das 20-jährige Bestehen des Kinderdorfes der Stiftung Kinderzukunft zu feiern. Unter den mehr als 200 Gästen der Jubiläumsveranstaltung am 11. November waren auch der Gouverneur der Provinz Quetzaltenango, Marco Anibal Herrera, und der deutsche Botschafter in Guatemala, Dr. Thomas Schäfer, die dem Kinderdorf zu seiner erfolgreichen Arbeit gratulierten.

Karl Eyerkaufer bedankte sich in seiner Ansprache als Beiratsvorsitzender der Stiftung Kinderzukunft im Rahmen der Feierlichkeiten bei allen Mitarbeitern des Kinderdorfs, den Unterstützern vor Ort und den Förderern in Deutschland für ihren großen Einsatz. In zwei Jahrzehnten haben sie Tausenden verwaisten und verwahrlosten Straßenkindern sowie Mädchen und Jungen aus ärmsten Familien eine glückliche Kindheit, ein menschenwürdiges Leben und eine Zukunftsperspektive eröffnet.

Während der Feierlichkeiten boten die Lehrerinnen und Lehrer mit den Kindern ein beeindruckendes kulturelles Programm aus Tänzen und Gesängen. Auch viele ehemalige Schützlinge des Kinderdorfs kamen zum Jubiläum. Einige studieren, andere stehen in einem festen Arbeitsverhältnis, haben eine Familie gegründet und die, die es sich finanziell erlauben können, sind heute selbst Spender für das Dorf.

Im Rahmen der zehntägigen Reise konnten sich die Spender aus Deutschland von der großartigen Arbeit des Kinderdorfes mit Schule, Kindergarten und Ausbildungswerkstätten überzeugen. Alle Schützlinge erhalten eine umfassende Schulbildung. Die älteren Jugendlichen werden intensiv auf einen späteren Beruf als Schlosser, Elektriker, Automechaniker, Schneider oder Schreiner vorbereitet. Daneben ermöglichen große Flächen für Gemüse- und Maisanbau die Selbstversorgung der Kinder und Jugendlichen. Ausflüge in die nähere Umgebung, Spiele und sportliche Betätigungen mit den Kindern und Jugendlichen umrahmten das Besuchsprogramm der deutschen Gäste.

„Wir Spender fanden ein intaktes Kinderdorf mit engagierten Mitarbeitern und fröhlichen, dankbaren Kindern vor, die sicherlich ohne Abhängigkeit von Nothilfe ihr späteres Leben bewältigen werden“, so der Landrat a. D. Karl Eyerkaufer abschließend.

"Es war eine sehr spannende und beeindruckende Reise. Bei mir hängen geblieben sind die Freundlichkeit und Lebensfreude der Menschen. Die Kinderzukunft hat mit dem Kinderdorf eine Einrichtung geschaffen, die den Kindern im Land die Chance für eine gute Zukunft bietet. Mich hat die Reise bestärkt, die Stiftung weiter zu unterstützen", resümiert Ulrich Hank, der seit einem Jahr Pate des siebenjährigen Kevin Yovani ist und das Kinderdorf der Stiftung zum ersten Mal besuchte.

Das „Aldea Infantil“ (Kinderdorf) in Salcaja wurde 1991 gegründet und war das erste der Stiftung. Es beherbergt zurzeit rund 170 Kinder und Jugendliche, die von 67 Mitarbeitern betreut werden. Die Schützlinge erhalten Unterkunft, die nötige Nahrung, medizinische Versorgung, Kleidung und erfahren Liebe und Fürsorge. Neben dem Kinderdorf betreibt die Stiftung seit Jahren weitere erfolgreiche Entwicklungsprojekte im Umland.