Auszug aus Kinderzukunft - Stiftung für Kinder in Not - Druckansicht

Die renommierte Stiftung Kinderzukunft erhält vom Arbeitsministerium in Bukarest eine Million Euro für dringend nötige Gebäudesanierungen im rumänischen Kinderdorf.

Seit 1994 hilft die Kinderzukunft in ihrem Kinderdorf in Timisoara Kindern in Not. Nach einer komplizierten Antragstellung und einem strengen Auswahlverfahren freut sich die Stiftung jetzt über eine staatliche Förderung von knapp einer Million Euro. Der Zuschuss wird auf drei Jahre verteilt und setzt eine Eigenbeteiligung von 10 Prozent voraus. Neben notwendigen Renovierungen der Kinder-Wohnhäuser, der Verwaltungsgebäude und des Gesundheitszentrums kann mit Hilfe der Gelder auch die bereits begonnene energetische Sanierung aller Gebäude im Kinderdorf abgeschlossen werden.

„Diese Zusage macht uns stolz, weil sie eine Bestätigung unsere Arbeit ist und wir freuen uns sehr darauf, das Kinderdorf nun zu modernisieren“, erklärt Cristian Popescu, Leiter des Kinderdorfs. „Die Häuser der Kinder und Jugendlichen bekommen so eine zeitgemäße Ausstattung und die Stiftung kann die laufenden Kosten reduzieren, weil wir zukünftig weniger Energie verbrauchen werden.“

„Die Fördermittel tragen dazu bei, dass wir die noch immer dringend benötigte Hilfe für die ärmsten Kinder in Rumänien weiterhin effizient leisten können. Mit 40.000 Kindern, die in Heimen untergebracht sind, weil niemand sich um sie kümmert, steht Rumänien europaweit an erster Stelle“, erläutert Hans-Georg Bayer, geschäftsführender Vorstand der Stiftung Kinderzukunft die Situation vor Ort. „Diese Zusage ist eine deutliche Anerkennung unseres Einsatzes in Rumänien und gleichzeitig Ansporn für unser tägliches Engagement für Kinder in Not. Auch die armen Kinder Rumäniens verdienen eine echte Chance auf eine lebenswerte Zukunft.“

Neben der Wertschätzung für die Arbeit der vergangenen zwanzig Jahre bedeutet die staatliche Förderung der Kinderzukunft auch eine nachhaltige Investition in die Hilfe für Not leidende Kinder in Rumänien. Auch 23 Jahre nach dem Sturz von Ceausescu und sechs Jahre nach Beitritt zur EU ist diese noch dringend notwendig. Noch immer sind tausende Kinder ohne Perspektive. Die Eltern müssen ins Ausland, um Geld zu verdienen. Die Kleinen bleiben zurück. Wenn niemand da ist, der sie versorgen kann, kommen sie ins Heim. Die staatlichen Einrichtungen sind oft überfordert. Erzieher, Kinderpsychologen und Therapeuten sind Mangelware.  

Das Kinderdorf der Kinderzukunft dagegen gehört zu den renommiertesten Institutionen des Landes. Als es 1994 eröffnet wurde, war es die erste Einrichtung dieser Art in Rumänien. Das Kinderdorf in Timisoara bietet Waisen sowie Kindern und Jugendlichen aus sozial schwachen Familien, deren Eltern nicht einmal für das Nötigste aufkommen können, ein liebevolles neues Zuhause. Hier erhalten sie auch die Möglichkeit zur staatlich anerkannten Berufsausbildung und somit die Chance auf ein Leben mit Zukunftsperspektive.

Die Stiftung Kinderzukunft, die dieses Jahr unter der Schirmherrschaft des hessischen Ministerpräsidenten Volker Bouffier ihr 25-jähriges Bestehen feiert, leistet mit Spendengeldern nachhaltige Hilfe für Kinder in Not. Dazu unterhält sie neben zahlreichen Ernährungs- und Bildungsprojekten weltweit auch eigene Kinderdörfer, Schulen und Ausbildungseinrichtungen in Guatemala, Rumänien sowie in Bosnien und Herzegowina. Für diese vorbildliche Arbeit wurde die Kinderzukunft von der Hessischen Landesregierung zur Stiftung des Jahres 2009 ausgezeichnet. Seit Jahren trägt die Kinderzukunft das Spendensiegel des Deutschen Zentralinstituts für soziale Fragen (DZI), das Gütesiegel für seriöse, transparente Spendenorganisationen.

Die Arbeit der Stiftung finanziert sich durch Spenden, Patenschaften, Zustiftungen und Testamentsspenden. Da sämtliche Verwaltungskosten der Stiftung durch Erträge des Stiftungsvermögens und zweckgebundene Zuwendungen gedeckt werden, werden alle Spenden immer zu 100 Prozent für die Kinder verwendet.