Auszug aus Kinderzukunft - Stiftung für Kinder in Not - Druckansicht

In vielen osteuropäischen Ländern leben Kinder und Familien meist unter katastrophalen Bedingungen. Im weltpolitischen Blickpunkt steht derzeit besonders die Ukraine, wo die politische Krise die ohnehin schlechte Situation der Menschen im Land weiterhin verschärft. Schätzungsweise 35 Prozent der Bevölkerung leben unter der Armutsgrenze. Jeder Zehnte findet keine Arbeit, Löhne werden tagelang nicht ausgezahlt, während Preise für Nahrungsmittel und Gas explosionsartig steigen. Dass unbedingt Handlungsbedarf besteht, hat die Stiftung Kinderzukunft dazu bewogen, erstmals auch Päckchen an Not leidende Kinder in der Ukraine zu verteilen.

Die Kinder sind von der Armut und sozialen Not am stärksten betroffen. Viele Eltern sind zunehmend nicht in der Lage, ihre Kinder zu versorgen. Ihnen bleibt meist keine andere Möglichkeit, als ihre Kinder in staatliche Kinderheime zu geben. Mittlerweile sind diese Heime überfüllt und die Kinder müssen auf beengtem Raum leben. In der Regel teilen sich 20 Kinder ein Zimmer. Aufgrund der angespannten Situation im Land herrscht akute Finanznot, die auch Auswirkungen auf die staatlichen Einrichtungen und damit auf die Versorgung der Kinder hat. Gerade einmal 80 Cent werden pro Tag für die Verpflegung eines Kindes bereitgestellt. Dies ist dramatisch, wenn man bedenkt, dass das Preisniveau in der Ukraine mit dem westlicher Staaten vergleichbar ist und die Preise aufgrund der Nahrungsmittelknappheit drastisch steigen. „Ein Weihnachtsgeschenk, v. a. Spiel- und Malsachen“, betont Svetlana Levkovska – Geschäftsführerin der Kiewer Samariter, die die Kinderzukunft bei der Verteilung der Päckchen vor Ort unterstützen – „kann diesen traumatisierten Kindern unglaubliche Freude bescheren und sie ihre Not für einen Moment vergessen lassen.“        

Nicht nur bedürftige Kinder in der Ukraine, sondern auch in Rumänien sowie in Bosnien und Herzegowina dürfen sich auch dieses Jahr wieder auf ein Weihnachtspäckchen freuen. „Das große Interesse an unserer Aktion und die Welle der Hilfsbereitschaft der Menschen ist überwältigend“, sagt Kathrin Klotz, Projektleiterin der Weihnachtspäckchen-Aktion der Kinderzukunft. „Oft lässt sich schon mit wenig Aufwand etwas erreichen – dies haben viele Unternehmen, Schulen, Kindergärten, Vereine und auch Privatpersonen erkannt.“

Wer noch helfen möchte, kann sein Päckchen bei einer der Sammelstellen, in der Stiftung (Rabenaustraße 1a, 63584 Gründau) oder im Lager der Kinderzukunft (Aerolith Industriepark, Lagerhausstraße 7-9, 63589 Linsengericht-Altenhaßlau) abgeben. Das Lager ist Montag bis Freitag sowie am 6. Dezember von 13 bis 17 Uhr besetzt. Außerhalb dieser Zeiten nach telefonischer Absprache unter 0170/9980940. Alle Sammelstellen bundesweit und ausführliche Informationen finden Sie unter www.kinderzukunft.de/weihnachten.