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Am 12. Dezember 2014 hat Tamara eine neue „Mama“ und neue „Geschwister“ bekommen.  An diesem Tag wurde die Siebenjährige mit ihrem zehnjährigen Bruder Tarik im Kinderdorf „Selo Mira“ in der Gemeinde Lukavac-Turija in Zentralbosnien aufgenommen. Tamara hat bereits eine bewegte Vergangenheit hinter sich.

So erlebte sie Anfang Mai 2014 in Bosnien die schwersten Überschwemmungen seit mehr als 120 Jahren. Ein Drittel des Landes ist überflutet worden. Mehr als eine Million Menschen seien allein in Bosnien von der Jahrhundertflut betroffen, sagte Außenminister Zlatko Lagumdžija gegenüber dem Pressemedium Spiegel Online Panorama. Die Menschen in den betroffenen Gebieten waren ohne Zugang zu sauberem Wasser, viele verloren Haus und Hof. Erdrutsche in den betroffenen Gebieten und von den Fluten mitgerissene Landminen stellen eine Gefahr dar.
 
Auch Tamaras Vater fürchtete, dass sein in Tuzla befindliches Haus am Hang durch einen Erdrutsch gefährdet sein könnte und flüchtete mit den Kindern zu Verwandten nach Sarajevo.

In der Hauptstadt Sarajevo erlebte Tamara leidvolle Erfahrungen auf der Straße, wo sie mit Hunger, Angst und Kälte konfrontiert wurde. Seit Dezember hat Tamara ein neues Zuhause,  das ihr Unterkunft und Fürsorge bietet. In „Selo Mira“ erfährt die Siebenjährige einen Ort der Geborgenheit und ein Leben mit Zukunftsperspektive.

Unterschiedliche ethnische Herkunft

Das Kinderdorf der Stiftung Kinderzukunft ist eine der wenigen Einrichtungen im Land, in der das friedliche Zusammenleben von Kindern und Jugendlichen unterschiedlicher ethnischer Herkunft ermöglicht und gefördert wird.  Im Kinderdorf erlebt Tamara eine geregelte Alltagsstruktur, geht zur Schule und kann sich an altersgerechten Spiel- und Freizeitaktivitäten beteiligen. Hier ist sie rundum versorgt und erhält medizinische und psychologische Betreuung.

Seit Ende Januar 2015 haben Tamara und Tarik eine Patenfamilie in Deutschland. Die Familie aus Bad Orb unterhält seit längerem Kontakt zur Stiftung Kinderzukunft und nimmt jährlich an der Weihnachtspäckchen-Aktion der Stiftung teil.

Die beiden Töchter der Pateneltern sind 8 und 11 Jahre alt und packen die Päckchen für die Weihnachtspäckchen-Aktion dieses Jahres erstmals nicht anonym, sondern für Tamara und Tarik. Ihr soziales Engagement hat mit der Patenschaft der Geschwister nun „ein Gesicht“ bekommen.  

In den kommenden Monaten plant die Familie, per Brief Kontakt zu ihren Patenkindern aufzunehmen.

Das Kinderdorf in Bosnien hat die Familie bewusst ausgewählt, da sich das Land in Europa befindet und die Anreise von der Entfernung gut zu bewältigen ist.

Eine private Reise in zwei bis drei Jahren ist in Begleitung der Kinder geplant. Die beiden Töchter haben so die Möglichkeit, mehr über die Situation in Bosnien zu erfahren und Tamara und Tarik persönlich kennenzulernen.


 Tamara fühlt sich in ihrem neuen Zuhause sichtlich wohl.


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