Auszug aus Kinderzukunft - Stiftung für Kinder in Not - Druckansicht

Geschenke für Kinder in Not – Erstmals an Flüchtlingskinder in Deutschland
Bundesministerin Schwesig wieder Schirmherrin – Weihnachtspäckchen-Aktion der Stiftung Kinderzukunft startet am 1. November

Gründau. Ein funkelndes Glitzern in den Augen und strahlende Freude im Gesicht erwartet die Helfer, als sie im Waisenhaus in Vorzel, einer Vorstadt Kiews, 80 Mädchen und Jungen besuchen. Alle Kinder kommen aus sozial schwachen Familien, die meisten wurden von ihren Eltern verlassen. Laute Rufe, ausgestreckte Arme und Hände, die den Betreuern aufgeregt ein Geschenk zeigen, machen deutlich, dass die Päckchen aus Deutschland den Kindern einen seltenen Moment des Glücks schenken.

Unzumutbare Lebensbedingungen in Osteuropa und die aktuelle Flüchtlingskrise verlangen unsere Hilfe – auch vor der eigenen Haustür
In vielen osteuropäischen Ländern leidet ein Großteil der Menschen noch heute unter katastrophalen wirtschaftlichen und sozialen Bedingungen. Am schlimmsten sind hiervon die Kinder betroffen. Viele leben als Waisen oder in sozial schwachen Familien, denen es am Nötigsten fehlt. Bei mangelndem Geld für Nahrung und Kleidung ist an Geschenke erst gar nicht zu denken. Zudem fordert die aktuelle Flüchtlingskrise unser Handeln und eine Bereitschaft zur Unterstützung, um Kindern, auch in Deutschland, wenigstens einen Moment des Glücks zu bescheren.

Eine gute Entscheidung – die Weihnachtspäckchen-Aktion der Kinderzukunft
Die Stiftung Kinderzukunft hat über 25 Jahre Erfahrung als gemeinnützige Organisation und leistet seit mehr als einem Vierteljahrhundert nachhaltige Hilfe für Kinder in Not. Mit der Sonderaktion „Weihnachtspäckchen für Kinder in Not“ hilft sie auch denjenigen, die nicht direkt in einem ihrer Projekte betreut werden. Dafür sammelt die Kinderzukunft bereits seit 1995 in einer groß angelegten bürgernahen Aktion alljährlich Weihnachtspäckchen, die per Lkw nach Osteuropa gebracht werden. Hierbei tragen die regionale Verbundenheit der Stiftung sowie ihre sozialen und regionalen Kenntnisse in den Empfängerländern maßgeblich zum Erfolg der Aktion bei. Die Verteilung der Päckchen in Heimen, Kindergärten, Krankenhäusern und Elendsvierteln erfolgt durch ehrenamtliche Helfer aus Deutschland und Mitarbeiter vor Ort.

„Nachdem in diesem Jahr auch Deutschland von einer riesigen Flüchtlingswelle betroffen ist und viele Kinder darunter sind, die unseres Engagements bedürfen, möchten wir gerne einen Teil der Päckchen hier vor Ort an Flüchtlingskinder verteilen“, betont die Projektleiterin der Kinderzukunft, Kathrin Klotz. „Darüber hinaus werden wir unverändert bedürftige Kinder in Bosnien und Herzegowina, Rumänien sowie in der Ukraine beschenken, um auch ihnen eine kleine Weihnachtsfreude zu bereiten“. Für Hans-Georg Bayer, geschäftsführenden Vorstand der Stiftung, ist klar: „Die aktuellen internationalen Flüchtlingswellen sind eine große humanitäre Katastrophe. Sie zeigen sehr deutlich, wie wichtig es ist, in den Herkunftsländern nachhaltige Entwicklungshilfe zu leisten – die bei den Kindern beginnt. Indem wir in armen Ländern Not leidende Mädchen und Jungen erziehen und ausbilden, helfen wir ihnen, sich eine menschenwürdige Existenz aufzubauen. So unterstützen wir diese Länder auf ihrem Weg zu einer mündigen, gebildeten Zivilgesellschaft und bei einer langfristig ökonomisch und politisch sinnvollen Entwicklung. Ziel muss es sein, dass zukünftig niemand mehr aus existenzieller Angst unter Einsatz seines Lebens die Heimat verlassen muss.“

Teilen wird auf beiden Seiten zum Geschenk
Jahr für Jahr beteiligen sich zahlreiche Familien, Kindergärten, Schulen, Vereine und Unternehmen aus ganz Deutschland an der Aktion. Gemeinsam legen sie Süßigkeiten und Gebäck, Spielsachen, Stofftiere, Schreib-, Mal- und Bastelutensilien oder neue Kleidung in einen Schuhkarton und verpacken diesen in Geschenkpapier zu einer bunten Überraschung. Dabei sind auch Geschenke für ältere Kinder herzlich willkommen – grundsätzlich gilt, je universeller die Geschenke einsetzbar sind, desto besser. So können sich auch dieses Weihnachten wieder Tausende bedürftiger Kinder freuen.

Dass das allgemeine Interesse an der Aktion so groß ist, verdankt sie ihrem besonderen Charakter: als bürgernahe Aktion bringt sie junge und alte Menschen zusammen und wirkt gemeinschaftsstiftend. Nicht nur als Päckchenpacker können sich Menschen beteiligen, sondern auch als Lagerhelfer und Abholfahrer. Viele Unternehmen, Privatpersonen oder Gemeinden stellen sich darüber hinaus als Sammelstelle zur Verfügung. Dadurch entstehen viele Schnittstellen und es werden neue Kontakte geknüpft.

Engagierte Schirmherrin
Die Schirmherrin der Weihnachtspäckchen-Aktion, Manuela Schwesig, Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, ist rundum überzeugt: „Ich freue mich, auch in diesem Jahr die Weih-nachtspäckchen-Aktion der Stiftung Kinderzukunft als Schirmherrin zu unterstützen. Es gibt viele Kin-der auf der Welt, die in großer Armut leben, die von Krieg und Elend betroffen sind. Mit der Aktion können wir ihnen für einen kurzen Moment Freude schenken. Auch mein Sohn wird in diesem Jahr wie-der ein Päckchen packen. Gleichzeitig lernen die Kinder und Jugendlichen in Deutschland, wie viel Freude es macht, zu teilen. Und wie wichtig es ist, soziale Verantwortung mit Leben zu füllen.
Die Stiftung Kinderzukunft leistet über die Weihnachtspäckchen-Aktion hinaus wertvolle Arbeit. Sie setzt sich dafür ein, dass Kinder und Jugendliche gesund, geborgen und sicher aufwachsen, um später als Erwachsene auf eigenen Beinen zu stehen. Mit eigenen Kinderdörfern, Ernährungs- und Bildungs-projekten in Mittelamerika und Osteuropa gibt die Stiftung den Kindern eine Perspektive für die Zu-kunft. Sie leistet damit einen wichtigen Beitrag, um die Armut der Welt zu bekämpfen.“

Lassen Sie Kinderaugen strahlen
Wenn Sie sich an der Aktion beteiligen möchten, können Sie Ihre Päckchen vom 1. November bis spä-testens 7. Dezember 2015 bei einer der Sammelstellen, in der Stiftung (Rabenaustraße 1a, 63584 Gründau) oder im Lager der Kinderzukunft (Aerolith Industriepark, Lagerhausstraße 7-9, 63589 Linsen-gericht-Altenhaßlau) abgeben. Das Lager ist in dieser Zeit Montag bis Freitag von 13 bis 16 Uhr be-setzt, ab dem 16. November bis 17 Uhr – außerhalb dieser Zeiten nach telefonischer Absprache unter 0170/9980940. Alle Sammelstellen bundesweit, ihre jeweiligen Abgabetermine und ausführliche In-formationen finden Sie unter www.kinderzukunft.de/weihnachten/sammelstellen.

So gelangen die Päckchen zu den Kindern
Selbstverständlich fallen für den Transport der Päckchen Kosten an: Zwischenlagerung, Benzin, Maut, Versicherungen und vieles mehr müssen beglichen werden. Mit einer freiwilligen Kostenbeteiligung in Höhe von 3 Euro pro gespendetem Päckchen kann dieser Aufwand gedeckt werden. Bitte überweisen Sie Ihre Spende direkt an die Stiftung Kinderzukunft: Postbank Frankfurt, IBAN: DE77 5001 0060 0208 8556 06, BIC: PBNKDEFF, Kennwort „Weihnachten“. Oder geben Sie das Geld zusammen mit den Päckchen in Ihrer Sammelstelle ab.

Ansprechpartner für weitere Informationen und Bildmaterial:
Kathrin Klotz, Stiftung Kinderzukunft, Tel. 06051/4818-12, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Zur Aktionsseite "Weihnachtspäckchen für Kinder in Not"

Die Stiftung Kinderzukunft leistet seit 1988 transparente und nachhaltige Hilfe für Kinder in Not. Dazu unterhält sie neben zahlreichen Ernährungs- und Bildungsprojekten weltweit auch eigene Kinderdörfer, Schulen und Ausbildungseinrichtungen in Guatemala, Bosnien und Herzegowina so-wie Rumänien. Für diese vorbildliche Arbeit wurde die Kinderzukunft von der Hessischen Landesregie-rung zur Stiftung des Jahres 2009 ausgezeichnet. Seit Jahren trägt die Kinderzukunft das Spenden-Siegel des Deutschen Zentralinstituts für soziale Fragen (DZI), das Gütesiegel für seriöse Spendenor-ganisationen.
Die Arbeit der Stiftung finanziert sich durch Spenden, Patenschaften, Zustiftungen und Testaments-spenden. Da sämtliche Verwaltungskosten der Stiftung durch Erträge des Stiftungsvermögens und zweckgebundene Zuwendungen gedeckt werden, gelangen alle Spenden zu 100 % an die bedürftigen Kinder. Weitere Informationen unter: www.kinderzukunft.de.