Auszug aus Kinderzukunft - Stiftung für Kinder in Not - Druckansicht

33.000 Weihnachtsgeschenke für arme Kinder in Osteuropa

Strahlende Kinderaugen bei der Weihnachts-Aktion der Stiftung Kinderzukunft

An der jährlichen Aktion der hessischen Stiftung nahmen 2018 wieder über hundert Unternehmen, Schulen, Kindergärten und rund 30.000 Privatpersonen aus ganz Deutschland teil. Insgesamt konnten 33.000 Weihnachtsgeschenke – 3.000 mehr als im Vorjahr – eingesammelt werden. Seit 1995 ruft die Stiftung Kinderzukunft dazu auf, Weihnachtspäckchen für Kinder in Not zu packen. Dr. Franziska Giffey, Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, übernahm 2018 die Schirmherrschaft für die Aktion: „Jedes Jahr freuen sich viele Tausend Kinder über die liebevoll gepackten Päckchen und die herzlichen Grüße.“

 

Glücksmomente bei Verteilung der Geschenke

Bereits Anfang Dezember war eine Gruppe von Stiftungsmitarbeitern, Ehrenamtlichen und Unternehmensvertretern in Rumänien, um dort die Geschenke persönlich an bedürftige Kinder zu übergeben. „Für viele Kinder ist es das einzige Geschenk zu Weihnachten. Es war überwältigend, ihre Freude mitzuerleben“, berichtet Projektleiterin Christina Dauth. Sie war auch bei der Verteilung der Geschenke in der Ukraine dabei. „Wir waren in Waisenhäusern, in Armenvierteln und sozialen Einrichtungen unterwegs und haben dort die Päckchen aus Deutschland verteilt“, so Dauth. „Besonders beeindruckend war für mich der Besuch in einem Waisenhaus in der Nähe von Kiew. Die Erziehrinnen hatten Tränen in den Augen, als sie die glücklichen Gesichter der Kinder beim Auspacken der Geschenke sahen. Sie waren sehr dankbar und fielen mir um den Hals. Die Mädchen und Jungen dort leben in großer Armut. Eine Mütze, ein Spielzeugauto oder ein Schokoladenweihnachtsmann bereiten ihnen daher schon große Freude.“

Viele helfende Hände

Im November wurden die Weihnachtsgeschenke von den Teilnehmern der Aktion verpackt, an die Stiftung gesendet oder von Dutzenden engagierten ehrenamtlichen Helfern bei den Sammelstellen abgeholt und dann mit Lkws nach Rumänien, in die Ukraine sowie nach Bosnien transportiert. Dort folgte die Verteilung der Geschenke an Not leidende Mädchen und Jungen in Waisenhäusern, sozialen Einrichtungen, Krankenhäusern, Kindergärten, Schulen sowie sozial bedürftigen Familien. Dauth war besonders betroffen von den Lebensumständen der Kinder in der Ukraine: „Die politische Situation und der Krieg haben den Menschen hier viel Leid verursacht. Es ist erschreckend, in welcher Armut die Kinder leben und wie viel Glück daher schon ein kleines Weihnachtsgeschenk bei ihnen auslöst.“ Geschäftsführer Hans-Georg Bayer lobte die Hilfsbereitschaft, die die Stiftung immer wieder in Deutschland während dieser Aktion erfährt. „Es ist einfach schön zu erleben, wie viel Engagement die Menschen beim Packen, beim Transport und bei der Verteilung der Weihnachtsgeschenke zeigen. Es ist großartig und eine riesige Freude für die Kinder, dass unsere Aktion immer so viel Unterstützung erfährt. Alle waren hochmotiviert, armen Kindern zu Weihnachten eine Freude zu machen. Das ist erneut zigtausendfach gelungen. Die strahlenden Augen der Mädchen und Jungen, wenn sie ein Geschenk auspacken, sind unvergesslicher Dank.“

Projektleiterin Dauth zieht positive Bilanz: „Die Dankbarkeit der Kinder motiviert uns dazu auch 2019 wieder Weihnachtsgeschenke zu sammeln. Wir hoffen, dass wieder viele Menschen in Deutschland dabei mithelfen werden, Freude in den schweren Alltag der bedürftigen Kinder zu bringen.“