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Eine Zukunft für 2.400 der ärmsten Kinder der Welt
Wasser – Nahrung – Gesundheit – Bildung – Hoffnung

 Sambia mit einer Fläche doppelt so groß wie Deutschland gehört zu den ärmsten Ländern der Welt. Als Kind dort in armen Verhältnissen geboren zu werden, bedeutet in den meisten Fällen ein Leben lang Hoffnungslosigkeit, Krankheit, Leid und Hunger. In unserem Projekt in den südlichen Distrikten Chirundu und Siavonga schaffen wir Zugang zu sauberem Wasser und öffnen den Menschen Türen zu Gesundheit, Bildung und Hoffnung.

Wassernot in Sambia. Besonders auf dem Land sind Frauen und Mädchen in Sambia bis zu vier Stunden unterwegs, um an Wasser zu kommen. Oft erreichen sie trotzdem nur Schlammlöcher, die durch Fäkalien von Nutz- und Wildtieren verunreinigt sind. 2021 02 05 Sambia Mädchen schöpft Wasser IMG 20190805 161841Mit dem verseuchten Wasser befüllen sie ihre Behältnisse, waschen ihre Wäsche und tragen beides auf dem Kopf nach Hause, wo das Wenige kaum zum Trinken und zur Zubereitung karger Mahlzeiten reicht.

In den Trockenzeiten, die sich mittlerweile durch den Klimawandel regelmäßig zu Dürren ausweiten, graben die Menschen in ausgetrockneten Flussläufen Wasserlöcher auf, um überhaupt an Feuchtigkeit zu gelangen und nicht zu verdursten. Nicht abgekocht führt das verschmutzte Wasser zu schweren Magen- und Darmerkrankungen bis hin zu Cholera. Insbesondere bei den Schwächsten der Bevölkerung und vor allem bei Kindern führt das häufig zum Tode. Hygiene ist Luxus, den man sich nicht leisten kann.2021 02 04 Ntanga graben Wasserloch 250KB

Durch die jährlichen Dürren kommt es besonders in den südlichen Landesteilen regelmäßig zu Ernteausfällen und Hungersnöten. Immer hungrig und in schlechtem gesundheitlichen Zustand ist die Kindersterblichkeit hoch, die Lebenserwartung die dritt niedrigste der Welt. Durch Mangelernährung über einen langen Zeitraum bleiben Mädchen und Jungen ein Leben lang unterentwickelt und anfällig für jede Art von Krankheit. Pandemien wie COVID-19 wirken sich deshalb in Ländern wie Sambia besonders verheerend, mit unvergleichlich vielen Todesfällen, aus.

Mädchen leiden besonders

Der Großteil der Menschen in Sambia ist extrem arm und hat täglich weniger als 1,90USD zur Verfügung. Sobald Mädchen ihre Periode bekommen, werden sie in der unaufgeklärten Gesellschaft, in der es an adäquaten sanitären Einrichtungen und Hygieneprodukten mangelt, zusätzlich zu Opfern. Während sie nicht in der Lage sind, die Blutung zu verstehen, aufzuhalten oder gar zu verstecken, wird deren Ursprung von ihrem Umfeld und ihren Mitschülern als Strafe oder Unreinheit gedeutet. In Folge besuchen sie während dieser Zeit die Schule, über mehrere Tage im Monat, nicht. Zusätzliche Schulzeit verlieren Mädchen, da sie im Haushalt helfen und Wasser holen müssen. An ländlichen Schulen ohne Wasser beträgt daher die Schulfehlzeit bei Mädchen fast 50% und so verlieren sie schnell den Anschluss und müssen sie deshalb viel zu früh verlassen – ohne eine für sie existentiell wichtige Bildung und gänzlich ohne Perspektive.2021 02 05 Sambia Frauen holen Wasser DSC 0609 800KB

Für eine Lösung und durch nicht vorhandene Hygieneprodukte greifen Mädchen auf alte Lappen oder Zeitungspapier zurück. Das führt zu Krankheiten und hilft nur ungenügend Blut aufzufangen. Daher sind Mädchen und junge Frauen nicht selten so verzweifelt, dass sie Sex gegen Hygieneprodukte eintauschen. Dabei infizieren sie sich häufig mit HIV – Sambia hat eine der höchsten HIV-Ansteckungsraten der Welt – oder erleiden Unterleibserkrankungen, deren Behandlung wiederum Geld kostet.

Um die Kosten im Familienhaushalt zu senken und eine Person weniger ernähren zu müssen, verheiraten viele Eltern ihre Töchter noch im Schul- im Kindesalter. So bleiben sie ohne Schulabschluss und arm. Und arme Eltern mit wenig oder keiner Bildung erzeugen schließlich wieder arme, bildungsfremde Kinder. Und so dreht sich die Armutsspirale immer weiter.

Kinder in Sambia müssen früh erwachsen werden

Ohne Bildung und ausreichende Ernährung haben Kinder keine Perspektive. Um zu überleben, entwickeln viele „Überlebensstrategien“, die ihre Situation in der Regel weiter verschlimmern. Sie prostituieren sich, handeln mit Drogen, werden anderweitig kriminell oder zerstören mit ihrer Arbeit die Umwelt, die eigentlich ihre Lebensgrundlage darstellt. Der Konsum von Drogen macht das Leben vieler kurzfristig erträglich bis die Abhängigkeit sie in weitere Teufelskreise zieht.

Unser Projekt hilft

mit drei Brunnen, Schulgärten, Sanitäranlagen, Hygienematerial und Bildungsangeboten für 3.600 Kinder und Erwachsene.

In den südlichen Distrikten Chirundu und Siavonga setzt das Projekt an. Die ausgewählten Ortschaften liegen in schwer zugänglichem, ländlichem Gebiet. Die Bevölkerung lebt in verstreuten Siedlungen in bitterer Armut und hat wenig bis gar keinen Zugang zu Wasser. Die Einkommensmöglichkeiten sind gering, die Schulen marode.2021 02 05 Frau Pumpt Wasser am Brunnen DSC 0421 800KB

Drei Schulen erhalten durch unser Projekt je einen solarbetriebenen Brunnen und werden auch die umliegende Bevölkerung mit sauberen Wasser versorgen. Mithilfe des Wassers, klimawandelangepasstem Saatgut und Jungpflanzen werden schuleigene Gärten angelegt, die die Schulen mit Lebensmitteln versorgen und Obst und Gemüse für Schulspeisungen produzieren. Mit dieser einen Mahlzeit ist sichergestellt, dass die Kinder der Region wenigstens einmal am Tag etwas zu essen bekommen. Denn aufgrund von Dürren und Hungerkatastrophen gehen die Kinder dort oft hungrig schlafen und ein Kind weniger ernähren zu müssen, ist ein existenzieller Grund für Eltern, ihre Kinder in die Schule zu schicken.

Von den Schulgärten soll die Bevölkerung lernen, sich Hausgärten anzulegen. Auch Kochkurse werden mit den neuen klimawandelangepassten Gartenpflanzen angeboten. Gleichzeitig soll sensibilisiert werden für Hygiene, gesunde Ernährung und HIV/AIDS. Auch Kinderrechte werden thematisiert, der Klimawandel, Umwelt- und Ressourcenschutz.

Überschüssiges Obst und Gemüse, Binden und Mund-Nasen-Schutze werden verkauft, Gewinne reinvestiert. Damit wird nicht nur der Fortbestand von Trinkwasser- und Sanitärversorgung, Ernährung und Gesundheit langfristig gesichert, es ermöglicht erst die so wichtige Schulbildung, besonders für Mädchen.

Für weitere Informationen wenden Sie sich an unseren Projektmanager Jahn Fischer. Dieses Projekt setzen wir um mit unseren Partnern und Förderern:

ADRA Zambia
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung
ALTERNAID Stiftung für Menschen in Not

 

 

2021 02 15 Sambia animiert 1

 

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Alle Projekte der Stiftung Kinderzukunft werden nach internationalen Richtlinien und Regelungen durchgeführt:


Dem Übereinkommen über die Rechte des Kindes der Vereinten Nationen

Der UN-Behindertenrechtskonvention

Den nachhaltigen Entwicklungszielen der Vereinten Nationen (Agenda 2030)

  


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