Auszug aus Kinderzukunft - Stiftung für Kinder in Not - Druckansicht

Eine regelrechte Bürgerbewegung entstand aus unserem Aufruf zur Hilfe für die Kosovo-Kinder im April 1999. Bundesweit beteiligten sich tausende von Menschen und spendeten Lebensmittel und Geld. Unternehmen stellten Hilfsgüter wie Medikamente und andere wichtige Dinge zur Verfügung. Vereine organisierten Benefizveranstaltungen und Kirchengemeinden riefen zu Kollekten auf. Pfadfinder und Jugendfeuerwehren informierten die Kunden in Einkaufsmärkten und sammelten Lebensmittelspenden ein.

Gemeinsam mit über 200 ehrenamtlichen Helfern und Hit Radio FFH organisierten wir die beiden größten privaten Konvois aus Deutschland, die mit 47 Fahrzeugen insgesamt über 650 Tonnen dringend benötigter Hilfsgüter im Wert von 1,2 Millionen Euro zu den Flüchtlingen nach Albanien transportierten. Die Hilfsgüter wurden direkt an die Not leidenden Menschen verteilt. Mit Hilfe Dritter, die die Fahrtkosten übernahmen, konnte jeder Cent in diese Aktion fließen.

Solches Engagement erfuhr große öffentliche Aufmerksamkeit und Anerkennung. Beide Konvois standen unter der Schirmherrschaft des früheren Bundespostministers und Balkanexperten Dr. Christian Schwarz-Schilling sowie dem damaligen Staatsminister im Auswärtigen Amt Günter Verheugen und wurde beide Male von der stellvertretenden hessischen Ministerpräsidentin Ruth Wagner in Gründau feierlich verabschiedet. Insgesamt 25 Journalisten begleiteten die beiden Konvois und berichteten für Presse, Funk und Fernsehen.

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